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Die Dornier Do 27 ist ein einmotoriges Mehrzweckflugzeug in Leichtmetallbauweise mit vier bis sechs Sitzen. Der Entwurf basierte auf der von Dornier (OTEDO) Anfang der 50er Jahre in Madrid entwickelten Do 25. Der Erstflug erfolgte im Jahr 1956:



Bis 1965 wurden insgesamt 626 Maschinen gefertigt, plus 1 Maschine aus Ersatzteilen im Jahr 1976. Hauptsächlich in den Dornier-Werken München-Neuaubing und Oberpfaffenhofen, sowie 50 Lizenzbauten bei CASA in Spanien (C127). Sie war der erste deutsche Flugzeugentwurf, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Serie ging:



Zu den Kunden gehörte zunächst die Bundeswehr (428x) und die schweizerische Fliegertruppe (7x). Das erste Flugzeug wurde am 19. Januar 1957 von Prof. Claude Dornier persönlich an den damaligen Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß übergeben:



Weitere Lieferungen gingen in den Kongo, nach Israel, Nigeria, Portugal, Schweden, Südafrika , die Türkei oder wie hier, nach Belgien:



In der zivilen Fertigung wurden 143 Exemplare gebaut. Die erste Maschine dieser Serie („D-ENTE“) wurde von Prof. Dr. Bernhard Grzimek in Ostafrika für den Film „Serengeti darf nicht sterben“ eingesetzt. 1960 betrug der Kaufpreis ca. 115.000,- DM.



Auch als ziviles Reiseflugzeug war die Do 27 sehr geschätzt:



Es gab Sonderausführungen und Erprobungen mit diversen Motoren, Streu- und Sprühanlagen, Schwimmern sowie Ski- und anderen Fahrwerken:







Mit ihren hervorragenden Kurzstart- und Landeeigenschaften (STOL) und der hohen Zuladung fand die vielseitige Do 27 nicht nur in Deutschland, sondern in allen Teilen der Welt Verwendung: Als Verbindungs-, Beobachtungs-, Ambulanz-, Feuerwehr-, Schul-, Reise-, Vermessungs-, Land-, und Forstwirtschaftsflugzeug. Außerdem war die Do 27 ein beliebtes Schleppflugzeug von Segelflugzeugen oder Transparenten. Als robuster Hochdecker mit starrem Fahrwerk eignete sich die Do 27 aber besonders für den Einsatz abseits befestigter Pisten. Heute gibt es weltweit noch ca. 80 flugfähige Do 27.